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29.03.2021

Wie kann ich in Kontakt mit dem Gesunden kommen?

Wir befinden uns aktuell in einer Zeit, in der die eigene Durchhaltefähigkeit, Geduld und innere Stärke besonders gefragt und herausgefordert sind. Die moderne Wissenschaft spricht von „Resilienz“. Wie kann ich diese Widerstandsfähigkeit in mir entdecken und stärken?

  Als ich mich vor vielen Jahren in einer persönlichen Krise befand und todunglücklich darüber war, dass sich mein Körper aufgrund einer Erkrankung so kraftlos und eingeschränkt anfühlte, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte, sagte eine Freundin zu mir: „Du wirst mir nicht glauben – aber es wird auch einmal wieder besser werden.“

Diese Freundin hatte schon viele Herausforderungen und Krankheiten bewältigt – deshalb wusste ich, dass sie mir nicht einfach nur eine „rosa Brille“ verpassen bzw. mich beschwichtigen wollte.


Seit dieser Zeit lerne ich mehr und mehr, darauf zu achten, ob und wie ich in mir „das Gesunde“ wahrnehmen kann. Was fühlt sich gerade angenehm und lebendig in meinem Körper an? Wo gibt es vielleicht unerwartete Möglichkeiten und Stärken? Was ist mit der Zeit auch wieder „besser“ geworden?


Die Evolution hat das menschliche Nervensystem dahingehend ausgestattet, dass wir zuerst alle Gefahren und Bedrohungen in unserer Umgebung wahrnehmen, also vornehmlich auf all das achten, was schmerzt oder nicht „funktioniert“. So kann es leicht passieren, dass der Blick auf das Ganze und die Wahrnehmung für das Gesunde in den Hintergrund tritt.


Deshalb versuche ich, mir jeden Tag bewusst zu machen: Wo geht es meinem Körper gerade gut? Kann ich angenehme Empfindungen wahrnehmen? Wie komme ich in Verbindung mit der inneren Heilkraft meines Organismus? Ich entdecke mehr und mehr die Dankbarkeit dafür, was IST.

17.01.2021

Wie kann ich mich und meinen Körper besser spüren?

Gerade unter Stress und seelischen Belastungen geschieht es schnell, dass ich den Kontakt zu meinem Körper und dem eigenen Spürsinn verliere.

Oft versuchen wir, Probleme zu lösen, indem wir darüber nachdenken oder unseren Emotionen freien Lauf lassen. Meiner Erfahrung nach braucht es aber die Einbeziehung unseres Körpers, damit tiefgreifende Veränderung und Transformation stattfinden können.
So kann es sein, dass ich eine Anspannung im Körper spüre und ganz schnell meiner inneren Überzeugung folge: „Mein Nacken schmerzt, weil ich heute Nacht im Bett falsch gelegen bin.“ 

Das kann durchaus so sein. Aber ich möchte Sie dazu ermutigen, weiter zu forschen: Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und Ruhe. Legen Sie vielleicht die Hand auf den betreffenden Körperteil und fragen Sie sich: „Was ist gerade los in meinem Nacken? Gibt es noch weitere Anspannung in mir? Was passiert aktuell in meinem Alltag? Was könnten mir mein Nacken, mein Körper, mitteilen wollen?“
Mit der Zeit werden Sie merken, dass Sie mehr und mehr Gespür für Ihren Körper entwickeln. Dadurch können Sie rechtzeitig erkennen, wenn sich im Nervensystem Stress aufbaut und haben die Möglichkeit, etwas für sich und Ihren Körper zu tun.